iwi-lyrik

Zuversicht

Heb 10, 35 Werft diese Zuversicht doch jetzt nicht weg – und mit ihr eine so große Belohnung! 36 Was ihr braucht, ist Standhaftigkeit. Denn wenn ihr weiterhin nach Gottes Willen handelt, werdet ihr alles bekommen, was er euch zugesagt hat. 37 „Es ist nur noch eine ganz, ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll“, hat Gott gesagt, 38 und: „Durch seinen Glauben wird der Gerechte leben.“ Und: „Wenn er sich abwendet, habe ich kein Gefallen an ihm.“ 39 Doch wir gehören nicht zu denen, die sich abwenden und so in ihr Verderben rennen. Nein, wir gehören zu denen, die glauben und so das Leben gewinnen.

Bleibt im Glauben,
lasst ihn nicht rauben.
Gottes Wille ist gut,
deshalb tut,
was Er befiehlt,
keiner stiehlt.
Nicht streiten,
Vergebung zeigen,
seid stille und lasst,
den, der euch hasst.

Großvater

Stern Bacher-Opa

Ellys Opa kam manchmal in die Küche, wenn er draußen mit dem Schleifen der Rübenhäkchen fertig war. Er schliff sie mit einer Eisenfeile, indem er sie mit der Schnittseite nach oben in den Schraubstock spannte. Die Schneide begann zu glänzen und mit dem Daumen geprüft, ob sie noch stumpfe Stellen hatte. Gerne sah Elly bei solch handwerklichen Arbeiten zu.
Wenn also Opa in die Küche kam, machte er alleine Brotzeit. Elly setzte sich dann gerne neben ihn und löcherte ihn mit Fragen, auch bezüglich der verstorbenen Großmutter, die sie so liebte. Großvater versprach ihr, eine neue Großmutter zu kaufen, wenn er in die Stadt käme. Elly fragte, ob es die ganz selbe wäre, die auch solche Haare hat und so ein Gesicht und so rieche, wie die Oma. Er versprach es. Dann fragte Elly, warum er so gerne den Käse isst, der so stinkt. Dann trennte er ein kleines Stück Brot mit Käse ab und sagte: „Probiere mal, ein Käse muss stinken, sonst ist der nix.“  Das überzeugte Elly und jedes Mal, wenn sie heute einen Rohmilchkäse isst, denkt sie an den Großvater. Nach einem Jahr verstarb er, nachdem er noch nicht mal in der Stadt war. So wurde Elly klar, dass sie die Großeltern nie mehr sehen würde.

Doch da ging eine neue Tür auf.
Mutters Eltern aus dem Rheinland kamen in Ellys Leben.

Digitale Welt

Wäre Corona ohne diese Kommunikationsmöglichkeiten überhaupt auszuhalten gewesen?
Wie mag es denen ergangen sein, die isoliert waren, ohne diese Möglichkeiten.
Doch der Mensch ist erfinderisch. Ältere Menschen haben vermutlich mehr Möglichkeiten, auf ihre Fähigkeiten zurückzugreifen und sie neu zu entfachen, wie Handarbeiten, Malen, Schreiben, als jüngere Leute.
Doch wer kann lange alleine durchhalten?
Gott sei Dank, waren die Jahre des Darbens irgendwann vorbei.
Die Befürchtungen, in Gemeinschaften zu gehen, bleiben. Verreisen vorübergehend nur noch von zu Hause aus, denn wir haben private 4K-Aufnahmen von Reisenden entdeckt. Sie wandern durch die Straßen von sehenswerten Städten, wie Paris, London, Tokio, Wien …
Wir trinken nebenbei im „Café Sofa“ unseren Kaffee und sind doch mitten drin in der Stadt.

Vienna in 4K (youtube.com)