iwi-lyrik

Ein wunderbarer Sommer

Wir wohnen an einem kleinen See, und schon als Kind liebte ich das Wasser, das Schwimmbad im Sommer und den Bach, in dem ich so gern spielte. Wasser ist das Element, in dem ich mich zuhause fühle. Schon die alten Völker siedelten am Wasser. Flüsse und Bäche sind immer in Bewegung, und auch ich war lange Zeit unterwegs, bis jetzt im Alter manches nachlässt, was ich so gern tat. Doch das Schwimmen klappt noch, und ich brauche es für meine alten Glieder. Das Wasser trägt mich, so wie mich auch das lebendige Wasser des HERRN durchs Leben trägt. ER ist mein Leben, meine Sonne, meine Wärme und meine Nahrung. Er ist mein Licht an dunklen Tagen und meine Zuversicht, wenn mir die Welt sinnlos erscheint, weil auf einmal alles, was wir haben und geben, nicht mehr uns gehört. Unser Leben, unser Lebensraum, unsere Fülle – alles ist von Gott, alles ist in IHM und gehört IHM, auch mein ganzes Herz. So kann man gut loslassen, was man lange festhalten wollte.

Zufuß nach Israel, geht das?

Die größte Hoffnung für verfolgte Juden zu überleben, war Israel selbst, denn Gott hat versprochen, Land und Volk neu zu segnen und zu bewahren. Es ist eingetreten und beweist, dass Gottes Volk heute noch ein Zeugnis ist für Seine Existenz und Wahrheit. Zwar kenne ich keinen Juden, der zu Fuß nach Israel ging, aber ich erinnere mich an eine Geschichte, die mir ein alter Mann aus der Zeit des Dritten Reichs erzählte. Viele Sommer kam er bis ins hohe Alter zum Baden an unseren Steg. Als ich im Altenheim Seelsorge anbot, lernte ich seinen Freund kennen, der nach ihm fragte. Ich brachte die beiden über 80-Jährigen zusammen, und sie erzählten von ihrer Einberufung: Mit 15 gemustert und über 155 cm groß, wurden sie in die Armee eingezogen. Einer floh, der andere – der Senior aus dem Heim – sagte, es sei lebensgefährlich gewesen, und er habe nicht mitgemacht. Beide überlebten und saßen nun zum ersten Mal einander gegenüber. Es war sehr bewegend für mich. Doch der Badegast fand keine Ruhe, weil durch sein Handeln ein Bauer erschossen wurde. Der Bauer hatte ihn in der Scheune übernachten lassen, wurde aber verraten. Statt den Geflohenen zu finden, der sich hinter der Küchentür versteckte, erschossen sie den Bauer, der leugnete, einen Deserteur aufgenommen zu haben.

Seit Menschengedenken gibt es Krieg wegen Neid und Habgier.
Wann alles aufhört, weiß nur der HERR.