Reihe: Frauen in der Bibel

Joshua 15,13-19

Achsa ist eine bemerkenswerte Frau im Alten Testament. Obwohl nur wenige Verse über sie berichten (Josua 15,13-19; Richter 1,12-15), tritt sie als mutige, kluge und entschlossene Persönlichkeit hervor.

Wer war Achsa?

Achsa war die Tochter von Kaleb, dem treuen Kundschafter Israels, der sich ganz auf Gott verlassen hatte. Kaleb erhielt als Erbteil die Gegend um Hebron. Als die Stadt Debir erobert werden sollte, versprach er seine Tochter dem Mann zur Frau, der die Stadt einnehmen würde. Otniël, Kalebs Neffe, gelang die Eroberung, und so wurde Achsa seine Frau.

Was tat Achsa?

Nachdem sie verheiratet war, begnügte sie sich nicht einfach mit dem, was ihr gegeben wurde. Das Land, das sie erhielt, war offenbar trocken und benötigte Wasserquellen. Deshalb ging sie zu ihrem Vater und bat ihn um mehr:

„Gib mir einen Segen! Du hast mir ein dürres Land gegeben, so gib mir auch Wasserquellen.“ (Josua 15,19)

Kaleb erfüllte ihre Bitte und gab ihr die oberen und unteren Wasserquellen.

Was zeichnet Achsa aus?

1. Sie ist initiativ.
Achsa wartet nicht passiv ab. Sie erkennt, was für ein fruchtbares Leben notwendig ist, und handelt.

2. Sie ist mutig.
Im damaligen kulturellen Umfeld war es nicht selbstverständlich, dass eine Frau mit solcher Klarheit und Selbstständigkeit auftrat.

3. Sie denkt langfristig.
Sie bittet nicht um Schmuck oder Reichtum, sondern um Wasserquellen. Wasser bedeutete Leben, Fruchtbarkeit, Versorgung und Zukunft.

4. Sie bittet um Segen.
Ihre Bitte beginnt mit den Worten: „Gib mir einen Segen.“ Sie erkennt, dass wahre Versorgung letztlich Gabe Gottes ist.

Geistliche Bedeutung

Viele Ausleger sehen in Achsa ein Bild für den Glaubenden, der sich nicht mit dem Mindestmaß zufriedengibt, sondern Gott um die Quellen des Lebens bittet. Das dürre Land allein genügt nicht; es braucht das Wasser, das Fruchtbarkeit schenkt.

So kann Achsas Bitte zu einem Gebet werden:

„Herr, du hast mir Aufgaben und Verantwortung gegeben. Gib mir auch die Quellen, die ich brauche, um sie fruchtbar auszufüllen.“

Eine kleine Nebenfigur der Bibel, aber ein großes Vorbild für Glauben, Weitblick und heilige Kühnheit.

Nur 12 Stunden Unterschied

Vollmond am gestrigen Abend und heute Morgenrot 8°C

Das schöne Wetter soll bald vorbei sein. Gestern lud es noch einmal zum Radln ein und in eine naheliegende Brauerei, die vor allem bei Radfahrern beliebt ist. Dort trafen sich gleich mehrere Freunde aus den unterschiedlichsten Bekanntschaften, und das Bier verursachte eine heimelnde Stimmung, um Neues auszutauschen. Man fühlte sich miteinander wohl.

Da fiel mir der Psalm 1 ein

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen…