Es reicht

Nun haben sie jahrelang Krimis gesehn,
die Ehefrau fand das meist nicht schön.
Zuviel Blut und geschundene Leiber,
immer diese vergewaltigte Weiber.

Er meint, die Verfolgungsjagd ist immer dabei,
das ist´s was an einem Krimi das Besondere sei.
Der Verdächtigte ist es lang meistens nicht,
nach eineinhalb Stunden, hat man den Wicht.

Sie meint, wir könnten doch früher zu Bett
was mich betrifft, das fände ich nett.
Er schweigt dazu
dann ist Ruh.

iwi

Das glückliche Huhn

Durch das Krähen aufgewacht
ist sie nun vorbei die Nacht.

Die Henne döst gerade ein,
fängt er schon wieder an zu schrein.

Stundenlang hält sie das aus,
dann geht´s aus dem Stall hinaus.

Freudig bückt sie sich zur Erde,
dass der Wurm gefunden werde.

Doch es bespringt sie gleich der Hahn,
als ob das nicht mal warten kann.

Egal nun ist das auch vorbei
später legt sie dann ein Ei.

Na das war ein guter Start,
jetzt wird den ganzen Tag gescharrt.

iwi




Der Wochenbeginn

Wenn eine neue Woche beginnt im Alter, dann weiß man, dass sich nicht viel tut. Eventuell hat man Termine und beginnt morgens mit einem Bibelvers oder einem ganzen Kapitel, einer Predigt oder einem Vortrag aus einem christlichen Radio. Das Aufräumen und Ausräumen nimmt seinen langsamen Lauf. Wieviel hat sich angesammelt in so einem Leben mit Familie und Kindern? Erinnerungen, die es braucht oder auch nicht. Manches macht einen traurig und lässt einen bereuen, was man versäumt hat als die Kinder noch klein waren.

Schreiben hilf den Tag zu beginnen, den Tag zu beschließen.
Morgens das Bittgebet
Abends das Dankgebet

Am Wochenende die Gemeinschaft
Vielleicht hie und da eine Einladung

Das letzte Jahr

Wäre es unser letztes Jahr,
fänden wir das sonderbar.

Der Eine machte täglich einen drauf,
der Andere hörte damit endgültig auf,
finge an sich zu besinnen,
um dem Teufel zu entrinnen.

Doch helfen alle guten Werke nicht
das merkt er irgendwie, der Wicht.
Was könnte es sein, das ihn befreit,
von der ewigen Verlorenheit?

Da fängt er auch schon an zu flehen,
denn er sieht die starken Wehen,
von denen Jesus verheißen hat,
bevor er kommt, der letzte Tag.

Alles was Du brauchst zum Leben,
das kann dir nur der Glaube geben.
Jesus ist´s, der über die Schwelle trägt,
wenn auch der Teufel emsig daran sägt.

Darum gib Jesus dein Leben in die Hand,
so führt Er dich ins ewige Land.

iwi

ER

Er hat mich aus dem Loch gezogen,
dann sind wir in den 7. Himmel geflogen.
Abgestürzt in des Alltags Hölle,
verwickelt in altes Gewölle.

Jetzt stricken wir am Leben,
das Gott uns zu lösen gegeben.

iwi

1. Gedichtbändchen 2014

Lob motiviert

Ein Lob, das hat mich motiviert,
weiter zu dichten ungeniert.
Dabei möchte ich gern sagen,
Ungereimtes liegt mir im Magen.

Es sollte im Gedicht schon sein,
worauf man sich macht einen Reim.
Nicht, wo der Begriff alleine steht
die Bezüglichkeit verloren geht.

Es ist wohl eine Gabe,
dass man in Reimen sage,
worüber man gerade,
nachgedacht habe.

iwi

Urlaubsgeflüster

Bist du schon wach
seit 4 Uhr
ach

Was machen wir heute
besuchen wir Leute ?

Wollen die, dass wir kommen,
wir zwei alten Frommen?

Sie an ihre Sünden erinnern,
woran sie so gerne zimmern.

Gut, dann bleiben wir lieber hier,
und kehren vor der eigenen Tür.

iwi