iwi-lyrik

Sind wir denn unrein?

Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dies Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein.

Markus 7:20-23


Jesus spricht ein Wort, das uns entlarvt – und zugleich befreit.
Er sagt nicht: Die Welt macht euch unrein.
Er sagt: Es kommt aus euch selbst.
Aus dem Herzen steigen Gedanken und Impulse auf, die wir nicht gern anschauen:
Missgunst, Härte, Gier, verletzende Worte, heimliche Bitterkeit.

Das ist unbequem.
Aber Jesus spricht es nicht, um uns zu beschämen.
Er spricht es, weil er uns ernst nimmt.
Weil er weiß, dass wahre Reinheit nicht von außen kommt – nicht durch Regeln, nicht durch Fassaden, nicht durch fromme Gesten.
Sondern durch ein Herz, das sich von Gott berühren lässt.

Unrein wird der Mensch nicht durch das, was er isst, trägt oder tut, um gut dazustehen.
Unrein wird er dort, wo er sich selbst verschließt:
wo er nicht mehr liebt,
nicht mehr vergibt,
nicht mehr hört,
nicht mehr wahr ist.

Doch genau dort beginnt Gottes Werk.
Jesus zeigt nicht nur die Wunde – er legt auch die Hand darauf.
Er sagt:
Ich kenne dein Herz. Ich fürchte mich nicht davor. Ich kann es neu machen.

Reinheit im biblischen Sinn bedeutet nicht Perfektion.
Sie bedeutet:
Ein Herz, das sich Gott öffnet.
Ein Herz, das sich verwandeln lässt.
Ein Herz, das wieder lieben lernt.

Gebet

Hab Dank HERR, dass Du uns von dem befreien willst, was uns verführt und gefangen nimmt, seien es verkehrte Ansichten oder Taten. Danke, dass Du uns durch dein Wort auf deine Weisungen aufmerksam machst und auf den rechten Weg führst, zum Ziel, deinem ewigen Reich Gottes. Segne unseren Tag und bewahre uns. Amen

Aufgabe gläubiger Eltern

Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

5 Mose 6:6-7

Die christlichen Werte haben wir noch vermittelt bekommen, orientiert an den zehn Geboten. Dort wurde vor allem gesagt, was man alles nicht darf. Dass sie aber wie Räume sind, in denen uns ein gutes Leben versprochen wird, hat man uns so nicht erklärt. Buße tun hieß meist, eine Aufgabe vom Seelsorger zu bekommen, etwa das Vaterunser dreimal zu beten oder sogar den ganzen Rosenkranz, während man in der Kirche saß. Es war also schon peinlich genug, wenn man lange sitzen blieb. Schuldgefühle kamen auf, und bis heute hat die Umkehr einen faden Beigeschmack. Man fühlt sich schlecht, und deshalb wird die Sünde lieber unter den Teppich gekehrt und einfach weitergemacht. Die Kinder sehen bei ihren Eltern keine guten Vorbilder, trotz Kirchgang. Sie sind allesamt abgefallen und bedürfen der Gnade Gottes. Vielleicht bekehrt sich der ein oder andere und wird errettet, was zu wünschen wäre. Doch leider ist der Synkretismus seit Urzeiten verbreitet und kann nicht zum erlösenden Ergebnis führen, das Jesus für uns bewirkt hat. ER ist untergeordnet unter einem Götzenbild Mariens. Jesus ist Gott und nicht seine Mutter. Sie war eine fromme Jüdin und blieb Mensch.
Die Verherrlichung Mariens ist typischer Synkretismus:

Religiöse Mischung: Elemente aus unterschiedlichen Religionen werden kombiniert (z. B. christliche Begriffe mit esoterischen Praktiken). Unklare Grenzen: Die ursprünglichen Lehren verlieren ihre klare Form; Bedeutungen verschieben sich.

Fallen und aufstehn

Es gibt Tage, an denen wir stehen wie ein Baum im Wind.
Und es gibt Tage, an denen wir fallen – hart, unerwartet, beschämend.
Die Bibel verschweigt das Fallen nicht.
Sie kennt Menschen, die straucheln, scheitern, versagen.
Aber sie kennt auch den Gott, der aufhebt.

„Der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf.“
(Sprüche 24,16)

Das Erstaunliche:
Die Bibel sagt nicht, dass der Gerechte nie fällt.
Sie sagt: Er steht wieder auf.
Nicht, weil er so stark wäre, sondern weil Gott ihn hält.

Petrus fällt tief – und Jesus richtet ihn wieder auf.
David fällt schwer – und Gott schenkt ihm einen neuen Anfang.
Paulus fällt zu Boden – und Christus begegnet ihm gerade dort.

Fallen ist menschlich.
Aufstehen ist Gnade.

Manchmal ist das Aufstehen ein leiser Schritt.
Ein Gebet, das kaum hörbar ist.
Ein „Herr, hilf mir“.
Ein neuer Anfang, der noch zittert.

Aber Gott sieht nicht auf die Eleganz des Aufstehens.
Er sieht auf das Herz, das sich ihm wieder zuwendet.

Christus selbst ist den Weg des Fallens gegangen – bis in den Tod.
Und er ist aufgestanden – auferstanden – damit wir nicht liegen bleiben müssen.

Darum dürfen wir sagen:
Ich falle nicht aus seiner Hand.
Ich falle in seine Hand.

Gebet
Danke HERR, dass Du mir schon so oft geholfen hast als ich fiel. Danke, dass ich mir nicht immer etwas gebrochen habe und Du gerade meine Gebete um Bewahrung erhört hast an diesen Tagen. *HERR hilf mir* und du hast mir beim Aufstehen geholfen. Du bist gnädig und barmherzig. Ich liebe Dich, mein gnädiger HERR.
Amen