Die Frauen in der Bibel

Eine Themenreihe die sich monatlich fortsetzt in der Johanneskirche Obing

Wenn wir auf die Frauen in der Bibel schauen, entdecken wir keine Nebenfiguren. Wir begegnen mutigen, klugen, leidenden, glaubenden und hoffenden Frauen. Gott schreibt mit ihrem Leben Geschichte.

Da ist Sara, die trotz ihres hohen Alters Gottes Verheißung vertraute. Mirjam führte ihr Volk mit Lobgesang. Rut zeigte Treue und Hingabe. Ester setzte ihr Leben für ihr Volk ein und bewies großen Mut. Maria, die Mutter Jesu, sagte ihr vertrauensvolles „Ja“ zu Gottes Weg. Und Maria Magdalena war die erste Zeugin der Auferstehung.

Diese Frauen waren nicht perfekt. Sie kannten Angst, Zweifel und Herausforderungen. Doch Gott sah ihr Herz und gebrauchte sie auf besondere Weise. Ihre Geschichten erinnern uns daran: Jede Frau ist von Gott geliebt, wertvoll und berufen, an seinem Werk mitzuwirken.

Und der HERR wird König sein über alle Lande. An jenem Tag wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige.

Sacharja 14:9

Aus der Bergpredigt

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Matt 6,33

Jesus spricht diese Worte in einer Welt voller Sorgen. Die Menschen sorgen sich um Nahrung, Kleidung, Gesundheit und ihre Zukunft. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch wir kennen Ängste, Unsicherheiten und Fragen, die uns oft den Frieden rauben.

Doch Jesus zeigt einen anderen Weg. Er sagt nicht, dass unsere Bedürfnisse unwichtig wären. Er sagt auch nicht, dass wir nichts mehr tun sollen. Er richtet unseren Blick vielmehr auf das Wesentliche: zuerst das Reich Gottes.

Das Reich Gottes beginnt dort, wo Gott die Herrschaft über unser Herz bekommt. Dort, wo wir seinem Wort vertrauen, seinen Willen suchen und uns von seiner Liebe führen lassen. Wer Gott an die erste Stelle setzt, gewinnt eine neue Ordnung für sein Leben. Nicht die Sorge steht dann an erster Stelle, sondern das Vertrauen.

Oft meinen wir, zuerst alle Probleme lösen zu müssen, bevor wir Frieden finden können. Jesus lehrt das Gegenteil: Erst die Gemeinschaft mit Gott, dann die Kraft für den Weg. Erst das Vertrauen, dann die Erfahrung seiner Fürsorge.

Gott verspricht nicht Reichtum oder ein sorgenfreies Leben. Aber er verspricht, dass er seine Kinder nicht vergisst. Was wir wirklich brauchen, wird er zur rechten Zeit schenken. Darauf dürfen wir uns verlassen.

So lädt uns Matthäus 6,33 ein, jeden Tag neu zu fragen:

Was hat in meinem Herzen den ersten Platz? Die Sorge oder Gott?

Wer Gott den ersten Platz gibt, wird erfahren, dass seine Gegenwart mehr trägt als alle menschlichen Sicherheiten.

Gebet

Herr Jesus Christus, hilf mir, nicht von Sorgen beherrscht zu werden. Lehre mich, zuerst nach deinem Reich und deiner Gerechtigkeit zu suchen. Stärke mein Vertrauen, wenn Ängste und Unsicherheiten kommen. Lass mich erkennen, dass du für mich sorgst und mein Leben in deinen Händen hältst. Amen.