Sind wir denn unrein?
Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dies Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein.
Jesus spricht ein Wort, das uns entlarvt – und zugleich befreit.
Er sagt nicht: Die Welt macht euch unrein.
Er sagt: Es kommt aus euch selbst.
Aus dem Herzen steigen Gedanken und Impulse auf, die wir nicht gern anschauen:
Missgunst, Härte, Gier, verletzende Worte, heimliche Bitterkeit.
Das ist unbequem.
Aber Jesus spricht es nicht, um uns zu beschämen.
Er spricht es, weil er uns ernst nimmt.
Weil er weiß, dass wahre Reinheit nicht von außen kommt – nicht durch Regeln, nicht durch Fassaden, nicht durch fromme Gesten.
Sondern durch ein Herz, das sich von Gott berühren lässt.
Unrein wird der Mensch nicht durch das, was er isst, trägt oder tut, um gut dazustehen.
Unrein wird er dort, wo er sich selbst verschließt:
wo er nicht mehr liebt,
nicht mehr vergibt,
nicht mehr hört,
nicht mehr wahr ist.
Doch genau dort beginnt Gottes Werk.
Jesus zeigt nicht nur die Wunde – er legt auch die Hand darauf.
Er sagt:
Ich kenne dein Herz. Ich fürchte mich nicht davor. Ich kann es neu machen.
Reinheit im biblischen Sinn bedeutet nicht Perfektion.
Sie bedeutet:
Ein Herz, das sich Gott öffnet.
Ein Herz, das sich verwandeln lässt.
Ein Herz, das wieder lieben lernt.
Gebet
Hab Dank HERR, dass Du uns von dem befreien willst, was uns verführt und gefangen nimmt, seien es verkehrte Ansichten oder Taten. Danke, dass Du uns durch dein Wort auf deine Weisungen aufmerksam machst und auf den rechten Weg führst, zum Ziel, deinem ewigen Reich Gottes. Segne unseren Tag und bewahre uns. Amen