iwi-lyrik

Was ficht dich an

Wer für Gottes Wort unterwegs ist und Seine Existenz verkünden will, stößt oft auf große Anfechtungen und wird nicht verstanden. Wie kann ein Mensch Zugang zum lebendigen Gott finden? Wie kann jemand behaupten, Gott zu kennen? Tun das nicht alle, die sich Ihm mit kindlicher Liebe nähern – ob Muslime, Christen oder Juden? Vielleicht ist es eine Form von Einbildung, doch wie passt das zur Geschichte der Menschheit? Warum ließ Gott alles niederschreiben, wenn es nicht der Wahrheit entspräche? Gemeint sind die Verheißungen an Sein Volk, die Juden, und damit auch an uns Christen, die aus diesem Volk hervorgegangen sind. Hat nicht Jesus, der jüdische König und Friedefürst, gesagt: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“? So viele Verheißungen hat er in Gleichnissen ausgesprochen – darüber, was uns erwartet, wenn wir nicht mehr auf dieser Erde sind, was im Reich Gottes zählt und wer dazugehört. Warum also noch zweifeln, wenn die Wahrheit frei macht?

Ein guter Freund

Wir lernten Reinhard Hauswirth 2016 kennen. Er war ein genialer Mundartdichter und erlebte leider nicht mehr die Veröffentlichung seiner Bücher. Auf unsere Anfrage schenkte uns seine Schwester nun eines der beiden erschienenen Werke. Es ist eine große Freude, darin zu lesen, und wir hören dabei förmlich Reinhards Stimme. Er war humorvoll und talentiert, und ich bin froh, ihn gekannt zu haben. Eines meiner Gedichte erinnerte ihn stark an seine Kindheit, und wir sprachen oft über die wesentlichen Dinge im Leben. Glaubensgespräche gaben unseren Unterhaltungen eine besondere Tiefe und Nähe.



Erwartungen

Ist es ein Recht und damit eine Erwartung an Christen, Nächstenliebe einzufordern? Sicher nicht, denn auch der Christ merkt schnell, wenn er nur des Selbstzwecks wegen ausgenutzt wird. Trotzdem möchte er dem Nächsten weitere Chancen geben, sich Gott zuzuwenden. Wenn das jedoch nicht fruchtet ist es besser zum Selbstschutz ihn Gott anzuvertrauen, der stärker ist als der Mensch. Den Weg mit Jesus zu gehen wurde bereitet, doch gehen muss der „Hilfesuchende“ selbst.

Der erste Schritt ist die Erkenntnis, dass man ohne Gott nichts tun kann, um aus der Misere herauszukommen. Dazu gibt es das hilfreiche Gleichnis vom verlorenen Sohn. Es handelt vom Menschen, die sich vom Vater das Erbe ausbezahlen lies und es vergeudet hat, bis er am Schweinetrog des Lebens angelangt ist…

So ist die Erkenntnis daraus… zuviel Hilfe wird niemanden zur Umkehr bewegen…