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Aufgaben halten am Leben

Gestern sah ich eine Reportage über die Sängerin Brigitte Fassbaender. Ihr hohes Alter, ihre Verdienste und eine Lesung aus ihrem Buch motivierten mich, wieder an meiner Lebensgeschichte weiterzuschreiben. Doch wie könnte die Überschrift lauten? Sicher gelte ich in den Augen der Menschen, besonders in meinen eigenen, als Versagerin. Aber vielleicht sollte ich prüfen, ob das wirklich stimmt.

Anderen Menschen auf die Sprünge zu helfen, das würde ich gerne tun – aber wie, und kann ich das überhaupt? Wer nimmt mich schon ernst? Ich erinnere mich, dass ich mich schon als Kind viel traute. In dieser schlimmen Familie musste ich überleben, musste einen Weg herausfinden und ging schon sehr klein die Straßen entlang, um auf Entdeckungsreise zu gehen.

Warum mache ich das heute nicht mehr? Warum muss ich dafür an einen Ort fahren, an dem mich niemand kennt und ich mich wirklich frei von allen Bewertungen fühle? Was die Leute danach denken, wenn ich ihnen vom wahren Glauben erzähle, war mir letztlich egal. Es ist nun mal so, dass jeder, der Jesus folgt, auch verfolgt werden kann. Davor sollte man sich nicht fürchten oder gar schämen.

Ich war in einer Gemeinde, in der ich mich taufen ließ, als ich sicher war, dass Jesus mich errettet hatte. Doch dort gab es Menschen, die überhaupt nicht verstanden, was Freiheit in Christus wirklich bedeutet. Es waren Gewohnheitschristen, die wie Roboter jeden Sonntag in die Kirche gingen, aber keinen Dienst hatten, außer in der Gemeinde ihr eigenes Ding zu machen. Neue Mitglieder, die neue Ideen hatten kamen nicht zum Zug. Es ist ein Übel in allen Gemeinden, dass die Tradition und das klammern an Gewohnheiten dem Geist Gottes wenig Freiheit lassen. Ach wie arm ist doch der Mensch, wenn er sich selbst für größer hält als Gott selbst. Ist ER es doch, dem die Ehre gebührt. So kann Gott in unseren Schwächen erst stark werden, wenn wir zugeben, dass wir ohne ihn nichts Vernünftiges tun können.

Grenzen

Der HERR schafft deinen Grenzen Frieden.
Psalm 147,14

Wenn ich über Grenzen nachdenke, denke ich an die früheren Grenzstationen, die man nur mit einem Ausweis passieren durfte, weil das Land, in das man einreiste, wissen wollte, wer sich im Land aufhält, ob er nützlich ist oder ein Räuber. Natürlich gibt es auch im Privaten Grenzen. Die Wohnung, das Haus, der Gartenzaun zeigt unseren Bereich an und wir sind gesegnet, wenn wir alles haben, was wir brauchen. Doch kann Gott es auch nehmen, besonders dann, wenn wir IHM nicht danken.

Ich finde, es ist wichtig, genau hinzuschauen, ob diejenigen, die unsere Gastfreundschaft annehmen, Freunde oder Feinde sind. Das gilt sowohl im privaten als auch im politischen Bereich. Feinde erkenne ich daran, dass sie nur kommen, wenn sie etwas wollen um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Ein Freund hingegen hat nichts Ungutes im Sinn und schätzt die gemeinsame Zeit.

Ein Betender wird sich an Gott halten und IHN um Schutz bitten, denn ER nimmt uns ernst und lässt Unrecht nicht ewig bestehen, so wie Er es auch mit Seinem Volk tut.

In Sacharja 2,12 heißt es: Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.“
In 1. Mose 12,3 sagt Gott zu Abraham: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“

Hoffnung statt Verzagtheit

Wie kann man sich gegen die Verzagtheit wehren, wenn man z. B. zuviel Negatives gesehen hat?
Ganz einfach. Man nehme die Bibel zur Hand und lese einen kleinen Text und sinne darüber nach.
Das gibt neue Hoffnung.

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist.
Kolosser 1, 15-16

Wer ist gemeint? Wer ist größer als die Schöpfung?
Es ist der Menschensohn Gottes gemeint.
Irritierend ist das Wort Erstgeborener, doch wahr.
Weil ER Gottes Zeugung ist, vollkommener Mensch, ohne Sünde und
ausgestattet mit der Wunderkraft Gottes, des Vaters.